ROT13, ROT47 und eigene Verschiebungen

Ein Knopf für beide Richtungen: zweimal angewandt liefert ROT13 den Originaltext.

Einmal angewandt

Zweimal angewandt — das Original ist zurück

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Eine Chiffre, die ihr eigener Schlüssel ist

ROT13 verschiebt jeden Buchstaben um dreizehn Stellen. Da das Alphabet sechsundzwanzig hat, liefert zweimaliges Anwenden den Ausgangstext zurück. Es gibt also weder einen « Kodieren »- noch einen « Dekodieren »-Knopf: es ist dieselbe Operation. Mathematiker nennen das eine Involution, und darin liegt die ganze Eleganz.

Du kannst es hier direkt prüfen: das Ergebnis der zweiten Anwendung steht neben dem ersten.

ROT5, ROT18, ROT47: wozu die Varianten

Keines davon ist Verschlüsselung. ROT13 verbirgt eine Rätsellösung, ein Filmende oder eine Pointe — es schützt keine Information.

Häufige Fragen

Ist ROT13 sicher?

Nein, und das behauptet es auch nicht. Es hat keinen Schlüssel: wer ROT13 erkennt, dekodiert es sofort. Es ist eine höfliche Augenbinde, kein Schloss.

Worin unterscheidet es sich von der Caesar-Chiffre?

Im Prinzip gar nicht: ROT13 ist die Caesar-Chiffre mit fest auf 13 gesetzter Verschiebung. Genau diese Zahl erzeugt die Involutions-Eigenschaft.

Verändert ROT13 Umlaute?

Nein. Nur A-Z und a-z werden verschoben; Umlaute, Ziffern und Symbole bleiben, wie sie sind — außer bei ROT47, das die gesamte ASCII-Interpunktion erfasst.

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